DAG SHG
Jahrestagung 2007



Qualitätsentwicklung in der Kontaktstellenarbeit am Beispiel der SEKIS Oranienburg
Anita Eschner, SEKIS OranienburgAnita Eschner, SEKIS Oranienburg

Die SEKIS Oranienburg besteht seit 12 Jahren im Landkreis Oberhavel als Projekt des Märkischen Sozialvereins e.V. Im Land Brandenburg wurden seit dem Jahr 2002 drei Projekte für Qualitätsmanagement durch die AOK Brandenburg gefördert (SEKIZ Potsdam, KISS Potsdam-Mittelmark und SEKIS Oranienburg).

Seit April 2006 wird bei SEKIS Oranienburg systematische Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung und seit 2007 in Anlehnung an das gängige Brüsseler EFQM-Modell der European Foundation for Quality Management in der Version "Öffentlicher Sektor und soziale Einrichtungen" gearbeitet.

In der SEKIS Oranienburg finden hierzu wöchentlich für etwa vier bis sechs Stunden Arbeitsbesprechungen mit einem EFQM-Berater statt: Unter Beteiligung aller für SEKIS relevanten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Kontaktstellenleiterin, organisatorische Mitarbeiterin, Kooperationspartner innerhalb des Trägers, Koordinatorin und Geschäftsführerin) werden mittels Selbstbewertung Stärken und Verbesserungspotenziale bei SEKIS identifiziert. Davon ausgehend wurden und werden Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt. Die Qualitätsentwicklung bezieht sich auf neun Kriterien des EFQM-Modell.

Die SEKIS Oranienburg hat zwei Außenstellen in Zehdenick und in Fürstenberg. Rund 100 Selbsthilfegruppen sind zur Zeit im Landkreis Oberhavel aktiv.

Bisheriger Nutzen der Qualitätsentwicklung
...angelehnt an die neun Kriterien des EFQM-Modells (Führung, Politik und Strategie, Mitarbeiter, Partnerschaften und Ressourcen, Prozesse, Kundenbezogene Ergebnisse, Mitarbeiterbezogene Ergebnisse, Gesellschaftsbezogene Ergebnisse, Schlüsselergebnisse)wurden im Vortrag die Kern- bzw. Schlüsselprozesse exemplarisch an der Beratung dargestellt.

Die Leitbilddiskussion wurde begonnen und die Trägerleitung an der Qualitätsentwicklung bei SEKIS beteiligt. Interessengruppen (Kunden) wurden definiert und eine umfassende Leistungsbeschreibung erstellt. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde eine Aufgabenmatrix und Verantwortungsmatrix erarbeitet. Es fand und findet eine komplette Überarbeitung der Datenbanken mit Suchfunktion statt. Eine Verbesserung der Software und Computer-Ausstattung wurde vorgenommen.

Im Bereich der Kernprozesse wurde ein neues „Starterpaket” in Form einer Informationsmappe für neu zu gründende Selbsthilfegruppen – kurz gefasst und für Laien verständlich – entwickelt. Es wurden verschiedene Prozessbeschreibungen und dazugehörige Ablaufpläne, Checklisten und Arbeitshilfen entwickelt.

In die Vorbereitung des zweiten Selbsthilfetages des Landkreises Oberhavel wurden die Selbsthilfegruppen mit einbezogen und konnten die Themenauswahl mitbestimmen. Es findet jetzt eine verstärkte Evaluation von zum Beispiel Gruppensprechertagen statt. Letztendlich wurde eine neue Tagesstatistik erarbeitet, um die Aussagekraft über Tätigkeit und Ergebnisse der Selbsthilfekontaktstelle zu erhöhen.

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Letzte Änderung: 10.09.2010

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